Robert Schumann (1810 - 1856): Bilder aus Osten op. 66

 

Antonín Dvořák (1841 - 1904): Serenade E-Dur für Streichorchester op. 22

 

        

 

 Leitung: Matthias Metzger     

 

 

                                                                          

                            Freitag, 21.3.25, 19:00 Evang. Kirche Lützelsachsen, Weinheimer Str. 13, 69469 Lützelsachsen

Samstag, 22.3.25, 15:30 Augustinum Heidelberg, Jaspersstr. 2, 69126 Heidelberg

                        Sonntag, 23.3.25, 18:00 Dreifaltigkeitskirche Sandhausen, Mayerstr. 40, 69207 Sandhausen

 

 

Mit der Streicherserenade E-Dur von Antonín Dvořák präsentiert das Neuenheimer Kammerorchester in seinem diesjährigen Frühjahrsprogramm eines der beliebtesten Werke der Streichorchesterliteratur, entstanden innerhalb von nur 12 Tagen zu Beginn von Dvořáks Komponistenkarriere. Sie wird oft als Dvořáks „Liebesbrief“ an die Streichinstrumente bezeichnet. Das Stück verströmt sanften, lyrischen Charakter und zeigt Dvořáks melodisches Können und seine geschickte Orchestrierung. Das Werk zeichnet sich durch seine warmen, schwebenden Melodien und das lebendige Wechselspiel der Streicher aus.

 

Die Bilder aus Osten reflektieren Robert Schumanns für 1848 belegte Lektüre der Makâmen von Friedrich Rückert, Erzählungen, die der Dichter und Orientalist den arabischen Texten des Hariri aus Basra (1054-1122) nachgebildet hat. Abu Seid, der Held des Buchs, ist eine eulenspiegelartige Figur. Er beschließt nach zahlreichen Abenteuern, wie Schumann selber über sein Finalstück schreibt, sein lustiges Leben in Reue und Buße. Wenn man weiß, dass Schumann auch Gedichte aus J.W.v.Goethes West-Östlichem Divan vertont hat, so steht Opus 66 somit in einer weitläufigen, von Schumann bewusst aufgenommenen Tradition westlicher Auseinandersetzung mit arabischer und persischer, immer auch islamisch geprägter Literatur im 19. Jahrhundert.